Die Reise ist natürlich noch nicht ganz vorbei. Wir haben zwar das Ziel Santiago de Compostela erreicht, aber wir wollen noch bis an den Atlantik fahren. Früher hat man angenommen, dass dort die Welt zu Ende sei, daher gab man dem Kap den Namen Finisterre (von lateinisch: finis terrae = Ende der Erde). Es ist etwa 90 km von Santiago entfernt.

Nach dem Frühstück im Hotel fahren wir erstmal zur Tourismus-Information, denn dort gibt es für Pilger eine kostenlose Wegbeschreibung zum Kap. Der Weg führt über die Hauptstraße aus Santiago raus. Der Himmel ist heute stark bewölkt, und die Temperaturen moderat. Wir haben an diesem Morgen nur gut 10° C. In einem kleinen Dorf müssen wir eine Pause einlegen. Es fängt an zu regnen. Wir finden in einer Bushaltestelle Unterschlupf. Nach ein paar Minuten können wir aber weiterfahren. Galizien hat zwar an dieser Stelle keine hohen Berge, dafür aber unzählige Hügel. Es geht nur rauf und runter. In Negreira legen wir nochmals eine Pause ein, denn es sieht wieder nach einem Regenschauer aus. Wir kehren in einer Bar ein. Der Wirt hat eine riesige Kakao-Karte. Es sind bestimmt 30 verschiedene Sorten. Wir bestellen uns Beide eine weiße Schokolade mit Haselnüssen. Genau das Richtige bei diesem Wetter!

Heute ist das Wetter total durchwachsen. Ein paar Kilometer später fängt es wieder an zu regnen. Wir stellen uns wieder in einer Bushaltestelle unter. Danach geht es über eine lang gezogene Straße bis nach Olveiroa. Wo man hinschaut, sieht man wieder nur hohe Berge. Es kann aber nicht mehr weit sein bis zum Meer, denn die Luft wird schon deutlich salzhaltiger. Wir nehmen den Anstieg über den offiziellen Weg in Angriff. Die Straße wechselt dabei zu einem Feldweg und später zu einem Pfad. Hinter dem Berg sehen wir noch mehr Berge. Aber es geht jetzt erstmal ein Stück über einen Geröllweg bergab.  Danach wieder steil berghoch. Hinter dem Berg muss jetzt aber der Atlantik liegen.

Oben angekommen, wieder nichts. Der Weg mündet auf eine Straße und diese führt berghoch. Danach geht es über einen Feldweg. Durch das Wetter müssen wir teilweise durch riesige Pfützen fahren und die Abfahrten werden durch Matsch zur Rutschpartie. Nach mehreren Kilometern bergauf und bergab, kommen wir über einen breiten Feldweg an eine Abfahrt. Bevor es aber hinunter geht, hat man einen wunderbaren Blick über die Ría de Corcobión, und wir sehen endlich das Meer.

Die Abfahrt ist mit teilweise bis zu 16% sehr steil. In Cee angekommen suchen wir uns ein Hotel. Danach brechen wir zu einem Stadtrundgang auf. Der Ort besteht eigentlich nur aus einem großen Einkaufszentrum und einem Krankenhaus. Auf den Straßen ist nichts los.

Cee
Cee

Abends gehen wir in ein Fischrestaurant. Ich bestelle eine Fischsuppe, Seehecht und Karamellpudding. Die Suppe wird mir in einem großen Topf gereicht, der bis an den oberen Rand gefüllt ist. Von der Vorspeise können schon alleine vier ausgewachsene Menschen satt werden. Auch der Seehecht ist eine große Portion mit vielen Kartoffeln.

Im Hafen von Cee
Im Hafen von Cee

Nach dem Essen gehen wir dann in einen Pub. Allerdings ist dort nichts los. Der ganze Ort wirkt wie ausgestorben.

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Etappen-Daten:

  • Tagesstrecke: 83,01 km
  • Fahrzeit: 5:41:23
  • Schnitt: 14,50 km/h
  • Max.: 54,00 km/h
  • Höhenmeter: 1.034
  • Ø-Steigung: 3%
  • Max. Steigung: 15%

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